Website selbst bauen oder erstellen lassen? Baukasten, Freelancer & Agentur im Vergleich
Wer eine Website braucht, steht am Anfang vor einer einfachen, aber folgenreichen Frage: selbst bauen, an einen Freelancer geben oder eine Agentur beauftragen? Es gibt darauf keine allgemeingültige Antwort – aber es gibt klare Kriterien, mit denen Sie die richtige Wahl für Ihre Situation treffen. Dieser Artikel geht sie ehrlich durch, ohne Ihnen einen Weg aufzudrängen.
Weg 1: Der Homepage-Baukasten
Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace kosten wenige Euro im Monat und lassen sich ohne Programmierkenntnisse bedienen. Für ein kleines Projekt, das schnell und günstig online sein soll, sind sie eine legitime Option.
Der Preis dafür ist Ihre Zeit und einige Grenzen. Sie bauen die Seite selbst – das dauert, und das Ergebnis sieht oft nach Baukasten aus. Bei Ladezeit, Suchmaschinenoptimierung und individuellen Funktionen stoßen Sie schneller an Grenzen, als Ihnen zunächst bewusst ist. Und Sie sind an den Anbieter gebunden: Ein Umzug zu einer eigenen Lösung ist später aufwendig.
Für wen geeignet: Einzelunternehmer, Vereine oder Projekte mit kleinem Budget und geringen Ansprüchen an Individualität, die bereit sind, selbst Hand anzulegen.
Weg 2: Der Freelancer
Ein freiberuflicher Webdesigner oder Entwickler baut Ihre Seite individuell und ist meist günstiger als eine Agentur. Bei klar umrissenen Projekten mit überschaubarem Umfang ist das oft die wirtschaftlichste Lösung mit gutem Ergebnis.
Die Risiken liegen in der Struktur: Ein Freelancer ist eine einzelne Person. Wird er krank, hat viel zu tun oder steigt aus, fehlt die Vertretung. Auch die Betreuung nach dem Launch – Updates, Pflege, kleine Änderungen – ist bei Freelancern unterschiedlich gut geregelt. Klären Sie das vorab: Wer kümmert sich in einem Jahr um Ihre Seite?
Für wen geeignet: Projekte mit klarem Umfang, bei denen ein gutes persönliches Verhältnis zum Dienstleister besteht und die laufende Betreuung geklärt ist.
Weg 3: Die Agentur
Eine Agentur bündelt Strategie, Design, Technik und oft auch Marketing in einem Team. Sie ist im Einstieg teurer als ein Freelancer, bietet dafür aber Prozesssicherheit, Vertretung im Team und in der Regel eine geregelte Betreuung nach dem Launch.
Der höhere Preis ist kein Selbstzweck: Sie bezahlen für einen strukturierten Ablauf, für Erfahrung aus vielen Projekten und dafür, dass jemand erreichbar ist, wenn etwas ist. Der Haken: „Agentur" ist kein geschützter Begriff. Es gibt große und kleine, gute und schlechte. Achten Sie weniger auf die Größe als auf Transparenz – bekommen Sie einen Festpreis? Gehören Ihnen Code und Daten? Gibt es echte Referenzen?
Für wen geeignet: Unternehmen, die eine Website als Geschäftsinstrument verstehen, Wert auf Verlässlichkeit legen und die laufende Betreuung aus einer Hand wollen.
Die drei ehrlichen Kernfragen
Statt einer pauschalen Empfehlung helfen drei Fragen weiter, um Ihren Weg zu finden:
Was eine Website kostet – die Größenordnungen
Damit Sie die Wege einordnen können: Ein Baukasten liegt bei wenigen Euro im Monat. Ein Freelancer setzt kleinere Projekte oft zwischen einigen hundert und wenigen tausend Euro um. Eine professionelle Unternehmenswebsite über eine Agentur liegt marktüblich meist zwischen 1.500 und 7.000 Euro einmalig, komplexere Projekte darüber. Dazu kommen bei allen Wegen laufende Kosten für Domain, Hosting und – wenn gewünscht – Pflege. Eine ausführliche Aufschlüsselung finden Sie in unserem Kosten-Ratgeber.
Woran Sie ein faires Angebot erkennen – bei jedem Weg
Unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden, gelten dieselben Qualitätsmerkmale: eine klare, schriftliche Leistungsbeschreibung; ein Festpreis oder eine nachvollziehbare Kalkulation vor Projektstart; die Übergabe von Code, Zugängen und Daten an Sie; keine versteckten Setup-Gebühren oder überlangen Knebel-Laufzeiten. Wer Ihnen das nicht zusagt, verkauft Ihnen im Zweifel eine Abhängigkeit statt einer Website.
Unsere ehrliche Einordnung
Wir sind eine Agentur – also könnten Sie erwarten, dass wir Ihnen die Agentur empfehlen. Tun wir nicht pauschal. Wenn Sie eine einfache Visitenkarte brauchen und gern selbst basteln, ist ein Baukasten völlig in Ordnung. Wenn Ihre Website aber Kunden bringen soll, wenn sie schnell, auffindbar und verlässlich betreut sein muss, dann ist professionelle Umsetzung die wirtschaftlichere Wahl – und da spielen wir unsere Stärke aus: transparente Festpreise, ein Team statt einer Einzelperson und volle Übergabe an Sie. Wenn Sie unsicher sind, welcher Weg zu Ihnen passt, sagen wir Ihnen das in einem kurzen Gespräch ehrlich – auch dann, wenn die Antwort nicht „Agentur" lautet.
